Zack, bumm, klick und schon sind zwei Monate rum und man hat nichts mehr im Blog geschrieben! Naja, ist halt auch gerade Pandemie, Lockdown und Kram. Ich verbringe den Tag zweischen Home-Office und Zweitjob als Home-Schooling Lehrer. Natürlich gibt es den ein oder andere Abend in der Werkstatt (allein schon wegen der mentalen Gesundheit) aber dann zu dokumentieren was ich da so tue und dies in Form von Blogposts aufzuschreiben, das kommt irgendwie zu kurz. Weswegen ich jetzt hier, während das Schulkind nebenbei Deutschaufgaben macht, versuchen werde die letzten zwei Monate kurz Revue passieren zu lassen.

Admiral

Beim Admiral waren wir stehen geblieben das die AHK hinüber und der Motordeckel gefräst aber noch nicht wieder angebaut ist. Letzteres hat sich zumindest in zwischen erledigt, der Deckel wurde zusammen mit einer Papierdichtung montiert, hoffentlich dicht, Öl ist auch schon wieder drin. Eine neue Kupplung habe ich noch nicht, da hadere ich nach wie vor mit mir welche es werden soll.

So eine Papierdichtung sieht schon schick aus!

Neu dazu gekommen als Baustelle ist aber eine Airbox. Ich habe nach wie vor die fixe Idee die Lautstärke des Admirals am Ansaugtrakt ein wenig runter zu bekommen und dazu eine Airbox zu bauen. Das ganze ist ein wenig eskaliert, nachdem ich einen 999 Rahmen gekauft habe an dem schon eine ganze Menge Halteösen abgesägt worden waren, weswegen ich den Rahmen als würdig erachtet habe die mittlere Querstrebe zu entfernen um Platz für eine Airbox zu haben. Es sollte eine Airbox entstehen welche die Einspritzbrücke mit einschliesst. Es stellte sich dann aber irgendwann raus das nicht die Querstrebe das Problem ist, sondern zum großen Teil die Breite der Einspritzbrücke. Im Zuge dieser Eskalationsstufe hab ich dann die Einspritzbrücke modifiziert und mindestens eine davon zerforscht. :/

Alles was Pink ist wäre quasi hohl.

Inzwischen bin ich von dem Plan die Einspritzbrücke mit einzuschliessen abgekommen und baue eine “normale” Airbox welche an den Einlasstrichtern ansetzt und oben hin mit dem oberen Teil der 999 Airbox abschliesst. Die Querstrebe hätte als drin bleiben können, naja.. nun ist sie raus. Aber auch diese Form der Airbox stellt sich als nicht simpel heraus, was aber hauptsächlich an meinen fabrication Skills liegt.

Nu muss ich nur an meinen Alu-Schweiß-Skills arbeiten..

Dazu gab es noch ein paar Kleinprojekte, so habe ich zB. endlich mal die Lambdasonde für das Ignijet Steuergerät verdrahtet, damit man, sobald die Airbox fertig ist, das ganze eventuell per Autotune abstimmen kann.

Auch das Ventilspiel wurde mal wieder überprüft, am stehenden war nichts verändert, am liegenden mit den MBP Halbringen war eine leichte Veränderung durch setzen der Halbringe zu beobachten, aber nichts was durch andere Shims ausgeglichen werden musste.

Krümel

Krümel bekam ebenfalls eine Ventilspielkontrolle, da hatte sich zwar durchaus was geändert, allerdings auch alles nicht wirklich austauschgültig. Eigentlich war an Krümel nichts zu tun, wenn einem nicht immer die Schnapsideen der Winterpause dazwischen kommen würden.

Erste Eskalationsstufe war der Einbau eines Quickshifters, erst wollte ich die Funktionalität der TCIP4 dafür verwenden, allerdings ist es ein Ding der Unmöglichkeit einen linearen Sensor zu finden den man am Direktschalthebel anbauen kann, jedenfalls nicht zu einem Preis den ich breit war zu bezahlen. Dafür gab es sehr günstig einen Quickshifter Easy wie ich ihn auch schon im Admiral benutze, allerdings für irgendein anderes Vergaser Moped. Passte aber problemlos in die Vergasermonster. Das war auch relativ schnell umgesetzt, aber ist natürlich dahin eskaliert das ich einige andere Stellen am Kabelbaum überarbeiten will.

Das Modul darf auf dem Kippsensor wohnen.

In irgendeinem hellen Moment ist mir noch aufgefallen das im 620 Motor am Ölfilter die Feder fehlt damit das Öl seinen Weg auf jeden Fall durch den Ölkühler nimmt. Bisher floss also quasi kaum Öl durch den Kühler und da der Öltemperaturfühler im Kühler sitzt, weiss ich gar nicht wie heiss das Öl tatsächlich war! Eieiei. Praktischerweise gab es die Feder noch im alten 749 Gehäuse aus dem Admiral Spendermotorrad.

Dann noch die Baustelle des Endschalldämpfers, ich wollte schon seit einer Weile die ESDs und ihren Krümmerverlauf verändern, damit ich erstens nicht mehr mit den Stiefel dran komme und zweitens die Linie ein bisschen netter gestalte. Erste Idee war dann der Krümmer der ST2, bei dem kann man die ESDs einfach im Anstellwinkel verändern. So einen gab es auch für ein paar Schmale Taler. Die alten ST3 Töpfe von Axel passen auch problemlos, sind aber elend groß und sackschwer! Nun geht die Suche nach einem Carbon-ESDs los oder ich muss doch zum Schweißgerät greifen und die alten ESDs modifizieren. Für den Lambdasondenanschluss muss ich das ja eh, der muss im ST2 Krümmer noch nachgerüstet werden, während ich den hinteren Krümmer beibehalten kann. Bei der ganzen Aktion hab ich auch festgestellt das die Krümmerrohre zu den ESDs an der Alu-Schwinge schleifen, der ganze Umbau ist also nicht nur optischer Natur!

Man sieht, es gibt jede Menge zu tun neben dem Home-* Kram. Schauen wir mal wie weit ich komme bis es zum ersten Roll-Out kommt.. da ist ja auch noch nicht klar wann das möglich sein wird.

Bleibt gesund!

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Eigentlich sollte jetzt nur noch der Motordeckel wieder drauf und der Drops wäre gelutscht. Aber weit gefehlt! Wenn man die ganze Kupplungsseite mal auseinander hat, sollte man natürlich auch mal in den Korb der Kbike Antihoppingkupplung schauen, ist ja durchaus integraler Bestandteil des Systems.

Leider war die Überraschung eher auf der unschönen Seite.. genauer gesagt ist die Kupplung eigentlich Kernschrott, Kupplungskernschrott. Es stellte sich raus das scheinbar ein paar oder alle Kugeln aus ihren Rampen geflogen sind und munter im Kupplungskern gewütet haben. Stahlkugeln gegen Alukorb, da ist klar wer verliert und entsprechend sehen auch die Einschlagskrater im Korb aus. Schöne Sch*****.

Auch nach der Reinigung der beiden Teile und ein bisschen wegfeilen der entstandenen Grate war das ganze nicht besser. Mindestens eine Kugel klappert da fröhlich im Gehäuse obwohl sie das nicht sollte, wenn man beide Teile aneinander presst. Reicht nur noch für die Tonne.

Also doch nicht den Deckel zu, sondern erstmal überlegen was da jetzt für eine Kupplung rein kommt. Ich bin ein bisschen geneigt da jetzt auf Ölbadkupplung umzurüsten, sollte relativ einfach möglich sein und die APTC aus der Monster 796 sollte passen, sofern ich einen Ölbadmotordeckel benutze.

Aber noch bin ich nicht so weit, es ergeben sich da gerade andere Dinge die nötig machen das ich den Kupplungsteil erstmal pausiere und an einer anderen Baustelle weiter machen. Demnächst dazu mehr.

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Eine Trockenkupplung hat einen entscheidenden Nachteil, sie läuft nicht in Öl. Das hat leider auch zur Folge das dort kein Öl das Kupplungspaket kühlt. Dadurch erhöht sich natürlich der Verschleiss, man kann dem aber durch einen geöffneten Kupplungsdeckel entgegen wirken.

Ein Schritt weiter ist dann, den Motordeckel auf der Kupplungsseite aufzufräßen um direkt das Kupplungspaket quasi an die Luft zu setzen. Auf der Straße bekommt man inzwischen ja nicht mal mehr mit offenem Kupplungsdeckel TÜV oder wird von Freund&Helfer aus dem Verkehr gezogen, auf der Rennstrecke zum Glück alles egal.

So lief mir irgendwann ein günstiger Motordeckel in dezenter magnesiumfarbener Lackierung über den Weg und ein freundliches Forenmitglied hat den nötigen Maschinenpark parat um 160g Material vom Deckel in Späne zu verwandeln. Nun noch ein paar Dichtungen etc.pp. bestellt und der Umbau des Motordeckels konnte beginnen.

Zuerst brauchte es einen neuen Simmerring in Richtung Ölpumpe, so einen hatte ich schon mal beim Öldruckproblem der Monster 1100 EVO getauscht. Dann noch einen neuen Kupferdichtring und Verschlussstopfen für den Ölkanal im Deckel und schon war er Einsatzbereit.

Am Motor muss dann natürlich der alte Deckel runter, dazu muss erstmal die komplette Kupplung (gute Gelegenheit die Paketstärke zu kontrollieren) nebst Korb raus. Beim Lösen der großen Mutter welche die Kupplung hält staunte ich nicht schlecht, die Mutter wird mit 190Nm angezogen, diese hier konnte ich quasi mit einer normalen Ratsche lösen. Die hat sich wohl losgemacht, gut das ich mal nachgeschaut habe!

Auch interessant war das leicht dicklich ölige Zeug an der Innenwand der Abstandshülse die sich hinter dem Korb befindet sowie an der Federscheibe dort. Mir scheint, der O-Ring in der Abstandshülse welche der auf der Getriebewelle sitzt, ist nicht mehr 100%ig dicht. Auch gut das mal angeschaut zu haben.

Nun war alles runter was im Weg steht um den Deckel abzunehmen, also konnte die Schrauben raus. Immer sinnvoll bei so etwas, Pappschema vom Deckel machen, Löcher rein für die Schrauben und schon verwechselt und verliert man bis zum Einbau keine Schraube. Achja, Öl ablassen vorher ist hilfreich. Der Deckel bedurfte dann aber einer heftigen Hammerei, er klebte ganz ordentlich mit der Dichtmasse am Motorgehäuse. Irgendwann gab er dann aber endlich auf!

Jetzt war eine gute Gelegenheit mal das Kupplungszahnrad des EVO Motors zu wiegen (1120g, 160g leichter als das einer 749S) und dann hab ich schon mal die übrig gebliebene Dichtmasse vom Motorgehäuse gekratzt. Demnächst geht es dann daran den neuen Deckel zu montieren. Eventuell mit einer Papierdichtung, um sich das gehämmere bei einer etwaigen Demontage zu sparen.

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Heute vor Sechs Jahren hab ich die erste Schraube für den Admiral gedreht, auseinander nehmen der Spender 749S. Vier Monate später lief dann der Motor das erste mal, mit Geburt des zweiten Kindes zog sich der Prüfstandslauf aber bis Januar 2016, mit erstem Rollout Mitte April.

Seit dem sind wir zusammen 2313 km ausschliesslich Rennstrecke gefahren, haben drei Stürze gehabt, ich zwei Knochenbrüche und jede Menge Spaß und Glücksmomente!

Ich glaube ich muss heute Abend mal in die Werkstatt gehen und mit einem (alkoholfreien) Bier anstossen! Auf viele weitere Jahre!

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Oft liest man ja von Leuten die auf der Rennstrecke fahren das sie mehrere Sätze Reifen an einem Wochenende runter fahren, weswegen Rennstrecke eben auch ein sehr teures Hobby ist. Ich gehöre nicht zu diesen Leuten. Es mag daran liegen das ich 7 Jahren Rennstrecke im Vergleich immer noch ein Nasebohrer bin, vielleicht liegt es auch daran das ich keine 180-200 PS am Hinterrad habe, sondern maximal vielleicht 100.

Ich bin bisher schon einige Reifen auf der Rennstrecke gefahren, angefangen beim seeligen Metzeler K3, über den Pirelli Superbike Pro und Metzeler Racetec CompK RR wieder zu Pirelli Superbike. Ein paar Kilometer auf diversen Reifen habe ich also schon hinter mir und dachte ich bilde mir mal ein Urteil über einen relativ neuen Reifen von Metzeler, den Racetec TD Slick.

“TD” steht in diesem Fall für “Track Day”, der Reifen trägt also schon im Namen mit sich wofür er gedacht ist. Nicht etwa für die letzte Sekunde beim Qualifying oder gar dem Podiumsplatz beim Sprintrennen, sondern eben bei Leuten die einfach ein paar flotte Runden bei einem Trackday fahren wollen ohne jetzt großartig am Fahrwerkssetting zu tüfteln. Dafür gibt es den Reifen dann auch in Seriendimensionen wie 180/55 statt der bei Slicks inzwischen sehr verbreiteten 180/60.

Als Bonus oben drauf soll man diese Reifen sogar ohne Reifenwärmer fahren können und der Reifen fürs Hinterrad ist so designed das man ihn in beliebiger Rotation aufziehen kann. Geht die Lieblingsstrecke also nur links rum und die Reifenseite ist als erste platt, Reifen andersrum aufziehen und noch mal Spaß haben.

Klingt alles total super fand ich und irgendwie auch sehr nach meinem Anwendungsgebiet, die Reifen sind im Vergleich eben auch sehr günstig. Aber..

Vom Grip her kann ich nichts schlechtes berichten, einen ganz leichten Rutscher beim Gas geben nach dem Scheitelpunkt hatte ich mal, der kündigte sich aber sehr geschmeidig an. Ist also auch eher gutmütig. Handling ist wunderbar, da gibt es nichts zu kritisieren. Auch nach einer relativ langen Phase wo ich im Verkehr steckte war der Reifen noch komplett da. Man kann ihn also vermutlich ohne Reifenwärmer problemlos warm fahren, probiert habe ich das nicht, denn ob das dem Verschleiß zuträglich ist, wage ich zu bezweifeln.

Und da sind wir auch schon beim großen ABER. Wobei es unter Umständen nicht mal um Verschleiß geht. Schon beim aufziehen der Reifen viel mir auf das die Verschleißindikatoren doch relativ flach an den Flanken sind, da dachte ich mir aber jetzt noch nichts dabei. Trackday Slick, hält vielleicht einfach länger und deswegen sind die flacher als ich das von anderen Reifen gewohnt bin.

Jetzt nach zwei Tagen in Groß Dölln muss ich mich aber fragen ob das der Grund ist wieso der hintere Reifen schon so weit runter ist. Vom Reifenbild her sehen sie glaube okay aus, so viel beim Einsatz kann ich also nicht falsch gemacht haben, der Reifendruck stimmte auch immer recht gut. Ich prüfe das relativ häufig direkt nach dem reinkommen. Handschuhe aus, Luftdruck prüfen.

Wenn ich mir den Verschleiß so anschaue und das mal auf mich und meine Fahrweise hochrechne, hält der hintere Reifen bei mir vielleicht nur 4-5 Tage auf der Rennstrecke und da ist es egal das ich den umdrehen kann, denn er sieht auf beiden Seiten so aus. Ich könnte mir jetzt auf die Schulter klopfen und mich zum erlauchten Club der reifenmordenden Rennstreckenfahrer zählen, aber das wäre glaube vermessen. Denn meine Erfahrung mit anderen Reifen ist eine andere. Weder bin ich unendlich schneller geworden noch hat jemand meinen Motor getuned, der Pirelli Superbike zB. den ich jetzt für den TD runter geworfen habe, den habe ich 8 Tage auf der Rennstrecke gefahren und die Verschleißindikatoren sind immer noch deutlich tiefer als das jetzt bei den TD Slicks der Fall ist. Auch haben die Pirelli deutlich schnellere Strecken als Groß Dölln gesehen, unter anderem zweimal Most. Runter geflogen sind die eher weil eben doch schon DOTxx17..

Wenn wir jetzt also sagen das die Metzeler TD Slicks und die Pirelli Superbike auf dem gleichen Grip und Handling-Niveau sind und der Preisunterschied beim hinteren Reifen bei 30-40 EUR liegt, dann kann ich auf Grund des Verschleißes den TD Slick irgendwie nicht empfehlen. Vor allem nicht mit dem Versprechen des Trackday Reifens der kein Problem mit Heat-Cycles hat und deswegen eben ja eigentlich relativ lange benutzbar wäre, wenn er nicht so schnell verschleißen würde. Diese Idee den Reifen ohne Reifenwärmer zu fahren halte ich so auch für unsinnig, das mag gehen aber erhöht den Verschleiß ja nur noch mehr!

Was mir auch unklar ist, ist dieses komische Streifenmuster an den Flanken des Hinterreifens. Jemand eine Idee was das ist?

Es bleibt also am Ende bei mir eher eine große Ernüchterung übrig und ich glaube nicht das ich den Reifen noch mal kaufen werde, was schade ist, weil ich eigentlich ganz froh war das es einen weiteren Reifen in 180/55 Dimension gewesen wäre. Denn da gibt es leider wirklich nur noch den Pirelli Superbike.

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Was gibt es besseres als Anfang Oktober bei Sonnenschein mit lauter anderen entspannten verstrahlten im Kreis zu fahren? Kaum was.

Der Saisonabschluss sollte dieses Jahr beim Kurvensrausch Twins meet Classics 2020 stattfinden, endlich seit 2014 mal wieder in Groß Dölln! Dazu noch auf der kurzen Anbindung A+B, also Kurven, Kurven und noch mal Kurven.

Mein Plan war relativ einfach wie genial, nach der Pleite am STC soviel wie möglich mit dem Admiral fahren und alles heile lassen!

Mit gewissem Stolz kann ich verkünden das ich diesen Plan komplett umsetzen konnte, so das Krümel das ganze Wochenende ein wenig traurig in der Ecke stand und ich im Winter nichts reparieren, sondern nur pflegen oder verbessern kann! Von körperlicher Unversehrtheit, Muskelkater mal ausgenommen, ganz zu schweigen.

Freitag gab es das übliche Prozedere, einladen von all dem ganzen Kram inkl. vier Motorrädern verteilt auf zwei Kleinbusse. Routiniert schaffen wir das in ~1h. Anfahrt dann im öblichen Freitag später Nachmittag Verkehr, aber weit haben wir es ja nicht nach Groß Dölln. Wir waren dann sogar noch vor der Öffnung des Fahrerlagers da und haben in der Schlange davor gewartet. Sowas.

Rund in Eckig

Plätzchen suchen, Lager bauen. Same same. Technische Abnahme war tatsächlich überhaupt kein Problem, dieses mal mit Kopie eines Fahrzeugschneines von einem Motorrad das einen “ähnlichen” Motor wie der Admiral hat, so dass man auch mal bei 3750 RPM misst und nicht bei 4000-4500 wie das gerne gemacht wird. 96dB(A) waren es, da hätte ich beinahe die öffeneren Eater nehmen können. Krümel dann bei pi*Daumen Drehzahl auch 96dB(A). Vielleicht klemmte auch das Meßgerät?

Achtung Lagerfahrer!

Die Nacht war dann recht stürmisch, zum Glück kann man bei zwei Kleinbussen das Zelt gut mit den Spanngurten vertäuen, so dass es nicht weg fliegt. Aber von den Geräuschen des Windes konnte ich irgendwie nicht so gut schlafen, morgens war ich dann schon relativ matschig im Kopf. Aber hilft ja nichts, raus aus den Federn, Reifenwärmer an, Frühstück, Fahrerbesprechung!

Während ich den Worten Michas lauschte, wärmten sich die Metzeler RaceTec TD Slick auf dem Admiral auf. Den Satz hatte ich mir extra noch frisch für den Saisonabschluss besorgt da die Pirelli Superbike schon bisschen in die Jahre gekommen waren und man ja auch mal andere Reifen probieren soll. Zu den Reifen schreibe ich glaube mal noch gesondert etwas.

Vor dem Turn dann in die Kombi gequetscht und rauf auf den Bock, erst mal hinten anstellen. Das Niveau der Teilnehmer ist ja erstmal unklar, eingereiht hatte ich mich mit Andreas in die rote Gruppe (schnelle Freifahrer). Es wurde dann aber erstmal einen sehr gemütliche Runde mit echt viel Verkehr. Aber gut, erstmal schauen ob die Strecke noch da ist wo sie immer ist, wie das mit der Kurzanbindung so war und ob vom Admiral nix abfällt. Aber der lief super, drehte freudig und posaunte in der Gegend herum. Bisschen Schwerfälligkeit von Krümel gewohnt, fühlte sich der Admiral trotz doppelten Hubraum ein wenig wie eine 600er an und auch sonst geht alles so leichtgängig. Schön.

Wieder am Platz hatten die Slicks aber wegen des Bummeltempos doch deutlich Luftdruck verloren. Es musste flotter werden! Wurde es dann auch, beim Start zum nächsten Turn einfach weiter nach vorne gestellt. Die anderen stellten sich aber auch immer sehr weit weg von der Schranke, so als ob sie auf jeden Fall nicht als erste raus wollten. Dabei ist das doch total super und so machten Andreas und ich dies dann auch die restliche Veranstaltung durch. Als erster Raus und rechts ist Gas! So bekamen wir die folgenden Turns ein paar schöne Runden hin, bis man eben wieder auf Verkehr auflief. 1:31.79 stand dann vor der Mittagspause auf dem Laptimer, immerhin ein paar Sekunden besser als von 6(!) Jahren. Besser wurde es dann den Tag über auch nicht mehr, aber so blieben die Slicks wenigstens auf Temperatur und Luftdruck.

Photograph: Jens Hansen

Am zweiten Tag ging es im Grunde so weiter, der Admiral lief und lief. Der Turn vor dem Mittagessen war dann noch sehr geil, als ich hinter einem sehr schnellen Supermoto Fahrer hinterher bin der mich dann aber vorbei winkte um mir dann wieder rum hinterher zu fahren. Da haben wir es uns dann ganz gut besorgt, so das eine 1:28.7 auf dem Laptimer stand. Geht doch!

Vor dem letzten Turn stellte ich dann noch fest das wohl meine Bremsbeläge nun endlich runter sind, da war nicht mehr viel Fleisch drauf. Meine Idee war also einen sehr entspannten Turn zu fahren und machte den Laptimer gar nicht erst an. Wie so oft wurde aus dem Plan nichts und ich hab noch mal ordentlich Stoff gegeben, so dass da vermutlich wieder eine 1:2x gestanden hätte. Es hat einfach so einen Spaß gemacht!

Die Saison ist damit rum, zumindest was das fahren auf großen Rennstrecken angeht. Denn wir haben uns vorgenommen mal in der Karthalle Pitbike fahren zu gehen. Auf der Liste für die Werkstatt steht in diesem Winter auf jeden Fall Bremsenservice vorne und die Kupplung möchte auch mal angeschaut werden. Ventilspielkontrolle nach dem Einbau der MBP Halbringe ist auch dran. Es wird nicht langweilig…

<3 <3 <3

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Die Menschen werden faul. Keiner kann sich mehr Telefonnummern merken, die stehen im Mobiltelefon, Wege von A nach B macht das Navi und Reifen auf und abziehen will auch keiner mehr händisch machen!

Lange sind wir um so etwas drumrum geschlichen, hin und her überlegt mit dem Platz, den Anschaffungskosten etc.pp., doch nun haben wir es doch getan und uns eine Reifenwechselmaschine zugelegt. Willkommen, Klaus-Maria (Weber Montiermaschine Klassik Serie 1022)! Es gab ihn gebraucht, kaum benutzt, von einem Hersteller der auch Ersatzteile liefern kann, für sehr wenig Geld in den Kleinanzeigen und stand auch noch im Berliner Stadtgebiet. Also zu dritt hingefahren, hinten in den Bus “geworfen” und in die Werkstatt geschafft. Dort haben wir natürlich gleich mal ein paar Upgrades in Form von Motorradspannbacken und Kunststoffmontagekopf durchgeführt, was den anfänglich sehr günstigen Preis wieder ein bisschen zu Nichte machte. Trotzdem alles noch relativ günstig.

Klaus-Maria

Motiviert durch diese neue Möglichkeit in der Werkstatt hab ich mir gleich mal einen neuen Satz Slicks für den Admiral bestellt um am kommenden Wochenende auf frischen Reifen den Saisonabschluss gebührend zu besiegeln. Die Pirelli Superbike sind jetzt schon zwei Saisons drauf gewesen, die haben zwar noch Fleisch aber naja. Das Ab- und Aufziehen der Reifen geht nun flott von der Hand, ganz ohne Termin oder Schweissausbrüche mit der manuellen Maschine, bei der man echt immer am ackern war. Faulheit.

Admiral auf Metzeler Racetec TD Slick

Ich habe mich dieses Mal für die Metzeler Racetec TrackDay Slicks in 120/70 und 180/55 entschieden, weil ich das Konzept eines Slicks für moderat schnelle Fahrer bei Rennstreckentrainings ganz interessant finde. Den Reifen gibt es in gängigen Dimensionen die auf Serienmotorrädern gefahren werden, man kann ihn also ohne Fahrwerksanpassung verwenden. Was gut ist denn mit einem 180/60 Format welches ich mal ausprobiert hatte fühlte ich mich nicht so wohl, weswegen ich den Pirelli Superbike auch in 180/55 gefahren bin. Angeblich kann man die Reifen auch ohne Reifenwärmer fahren, das werde ich aber nicht ausprobieren.. schon gar nicht Anfang Oktober. Leider finde ich zu den Reifen bisher quasi keine Reviews, nur auf Youtube gibt es ein paar Testvideos in Italienisch welche ich mir tatsächlich mit englischem Autotranslate angetan habe.

Jetzt bin ich natürlich gespannt wie der so funktioniert. Ich hoffe ich komme bei dem angekündigten Wetter überhaupt dazu auf den Slicks zu fahren und muss nicht die ganze Zeit auf den Regenrädern verbringen…

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Ich hab hier eine PR15 Kupplungspumpe liegen (bekannt aus Rundfunk, Fernsehen, 999, Monster, Diavel und wie sie alle heissen) die ich vor ein paar Jahren vom Mopped genommen habe weil sie sich irgendwie komisch verhielt. Also hab ich die Pumpe jetzt mal zerlegt und geschaut was das Problem ist. Stellt sich raus, die war innen komplett vermoddert und der Rücklauf vom Ausgleichsbehälter war verstopft. Bremsenreiniger, Draht und Druckluft halfen da wieder Freigang zu schaffen.

Nun wollte ich natürlich den alten Kolben (hat schon ein bisschen Abrieb) und Gummis nicht wieder dort reinwürgen, sondern habe nach einem Rep-Kit Ausschau gehalten, damals las man immer “PR15 Kupplungspumpe, gibt es keine Reparaturkits! Ducati hat da keine Freigabe für gegeben” etc.pp., es gibt auch ein paar Hinweise auf Kits von KTM, die passen aber wohl nicht weil der Kolbendurchmesser ein anderer ist (13 vs. 15mm oder so).

Dann bin ich doch fündig geworden, unter der Nummer 61041991A gibt es von Brembo inzwischen den Kolben nebst Gummi, Staubkappe und Seeger-Ring (braucht man nicht) zu kaufen. Fündig bin ich bei Stein-Dinse geworden. Am Nachmittag bestellt, ein Tag drauf bimmelt der DHL Mann und drückt mir das Paket in die Hand. Krass.

So weit, so gut. Ich hab es natürlich nicht lassen können und den Kram gleich ausgepackt, dabei sind Brembo üblich Montageflüssigkeit und Fett, leider keine Feder, aber auch etwas was ich mir nicht erklären kann wozu es da ist und auch die mitgelieferte Brembo typische DIN-A3 große, in Schriftgröße 2 bedruckte, nicht besonders hilfreiche Montageanleitung sich ausschweigt. Zumal die abgebildete Pumpe nichts mit der PR15 zu tun hat.

Ich präsentiere, ein grüner Schnipsegummi!?

Ein freundlichen Hinweis aus dem ducati1 Forum wies mich dann auf den Produktbeschreibung bei einem anderen Verkäufer hin, dort steht “elastic band for testing purposes”. WTF?!

In der Werkstatt machte ich mich dann ans zusammen bauen. Schön die Gummis am Kolben mit Montagflüssigkeit vollsauen und dann rein ins Pumpengehäuse. Gummitülle drauf, fertig. Einen Flüssigkeitsbehälter hatte ich noch rumfliegen, einen Halter dafür hab ich aus ein bisschen Schweißdraht aus Edelstahl gebogen und den Behälter per Tygon-Schlauch mit der Pumpe verbunden. It’s Racing Baby!

Das Entlüften ging dann relativ einfach, auch ohne die grünen Schnipsegummi, und schon hat Krümel wieder eine funktionierende frische Kupplungspumpe. Hurray!

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Ich hab mal die Kupplungspumpe von Krümel zerlegt um zu gucken was da eigentlich los ist. Davon abgesehen das natürlich alles total vermockt da drinne ist, war der Übeltäter relativ schnell ersichtlich. Die Rückholfeder hat sich entzweit und auch wenn zwei oft besser sind als eins, war sie dann halt ein bisschen zu kurz. :)

Sollte sich also mit einem Reparatursatz beheben lassen. Aber…

Ich hab da ja noch aus dem Admiral eine Semi-Radial PR15 Kupplungspumpe rumliegen die damals nicht mehr ganz tat was sie sollte… kurzerhand habe ich sie zerlegt und auch dort kam jede Menge Schmotter raus. Mir war dann aber auch schnell wieder klar was das Problem damals war, es floss keine Flüssigkeit aus dem Ausgleichsbehälter nach, weswegen die Pumpe quasi Vakuum zog und nicht richtig funktionierte. Jetzt habe ich mit Bremsenreiniger, Draht und Druckluft den Nachlauf frei gemacht, jetzt sollte sie wieder funktionieren. Für beide Pumpen hab ich jetzt Rep-Sätze geordert, dann sind die beide wieder fein.

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Manchmal ergattert man ja echte Schnapper ohne das man vorher weiss das dem so ist. Als wir Mitte Juli den STC Trackday buchten, dachten wir das wir mit dem Frühbucherrabatt schon einen guten Schnitt gemacht hätten. Für wenig Geld zwei Tage im Kreis fahren, da konnten uns auch die neu eingeführten Gebühren für die Übernachtung im Fahrerlager nicht schocken und ich buchte gleich noch einen Instruktorturn dazu.

Das wir dann aber soviel Fahrzeit an diesen zwei Tagen haben sollten, dass wir mit quasi leeren Benzinkanistern nach Hause fahren würden, ahnten wir da noch nicht.

Somewhere under the Rainbow..

Freitag Nachmittag beluden wir beide Kleinbusse mit jeweils zwei Motorrädern und allem Krempel den man so braucht, einpacken eine Stunde, Anfahrt noch mal soviel und dann Standen wir kurz vor 18 Uhr im Fahrerlager während die vorherige Veranstaltung noch den letzten Turn fuhr und dann zusammen packte während wir unser kleines Lager aufschlugen. Das Wetter war okay, es war aber für den Abend und den kommenden Vormittag Regen angesagt, viel davon gesehen haben wir dann aber nicht. Ausser uns war nur noch ein weiteres Trüppchen über Nacht im Fahrerlager, sonst war alles leer.

Nach unkomplizierter Lautstärkeüberprüfung der Motorräder am Morgen ging es in eine kurze und knappe Fahrerbesprechung, Corona-Abstandsregeln etc.pp. und die Erkenntnis das relativ wenig Fahrer gebucht haben und der Einfachheit halber je 15 Minuten die Autos und dann 15 Minuten Motorräder dran sind. Ergo, von 10 bis 13 und 14 bis 18 Uhr, jede Stunden zweimal für 15 Minuten fahren! 14 Turns oder 3,5 h mögliche Fahrzeit an einem Tag! War der Preis für das Wochenende schon günstig, war das jetzt die Ansage zum Schnapper.

Da war es dann auch kein Problem das die Strecke im ersten Turn vom einsetzenden Regen nass wurde und wir ihn ausfallen liessen. Den zweiten Turn schaute sich Axel auf Straßenreifen dann genauer an und gab grünes Licht, die Strecke war schon wieder , auch dank der Autos, trocken. Ich konnte mich also auf Krümel schwingen und angasen. Die ersten paar Turns ging das eher schlecht als recht, ich hatte Probleme in den Rechtskurven.. doof auf einem Kurs der in diese Richtung geht! Ich vermute vielleicht spielt der Crash beim letzten Besuch eine kleine Rolle. Mein Instruktorturn war für nach der Mittagspause gebucht und Peer klärte kurz ab was wir machen wollen. Rechtskurven aka Körperhaltung, Linie! Ich zwei Runden vor, dann anhalten in Kurzanbindung, quatschen und dann turnt er vor, dann wieder Wechsel. Stellt sich raus, Bewegung auf dem Motorrad ist überhaupt kein Problem, auch Rechtskurve sah er kein Problem. Omega zB. fuhr ich super. Von daher war nur Linie nötig und er zeigte mir ein paar Stellen wo ich abkürzen konnte, was mir ein paar Aha-Erlebnisse verschaffte und mir ein paar Hausaufgaben einbrachte.

Einen Turn später stellte sich dann an Krümel ein kleiner Defekt ein. Scheinbar geht der Kolben der Kupplungspumpe nicht mehr ganz zurück, was zwar nicht sofort dafür sorgt das die Kupplung nicht mehr einkuppelt, aber immerhin schlackert der Hebel blöd in der Gegend herum. Doof. Ich fand, dass es nun an der Zeit wäre auf den Admiral zu steigen, auf dem ich seit meinem Crash Ende letzten Jahres nicht mehr gesessen hatte. Vorsorglich hatte ich vor der Mittagspause dort schon die Reifenwärmer aufgezogen und konnte somit im nächsten Turn gleich raus.

Ungewohnt war der Umstieg von Krümel auf den Admiral, alles so leichtgängig irgendwie, Sitzposition viel weiter oben. Ich schlich erstmal ein bisschen durch die Gegend. Auf der ersten kurzen Geraden mal am Kabel gezogen.. wow, das Ding geht los und vor allem spaziert es so mühelos durchs Drehzahlband und dann noch Quickshifter. Cool! Ein paar Runden konnte ich drehen aber dann wurde das Motorrad auf einmal sehr sehr sehr laut! Was war da los?! Wieder Verschlussschraube von einem Lambdastutzen verloren wie beim allerersten Rollout damals? Ne die sind gesichert, dass kann es nicht sein. Also fuhr ich ein bisschen weiter und hielt dann in der Kurzanbindung um dort festzustellen das der Admiral die Endkappe des unteren Endtopfes abgeworfen hatte inkl. der gesamten Dämmwolle! Oha! Der Turn wurde dann auch abgebrochen und ich schlich langsam mit einem Mörderlärm ins Fahrerlager zurück. Die Jungs mit dem Schandkarren sammelten die Dämmwolle und die Endkappe ein und damit war das Fahren mit dem Admiral gelaufen, denn einen Nietzange nebst Dämmwolle hatten wir nicht dabei. Schade! Ich nehme an das der Endtopf beim Sturz ordentlich eins abbekommen hat, er hatte ja auch ein paar Dellen, und die Nieten vermutlich nicht mehr okay waren. Der Staudruck mit leisem dB-Eater tat dann den Rest.

So widmete ich mich der Kupplungspumpe von Krümel und konnte den Kolben wieder komplett raus bekommen, er blieb aber nach einem Turn wieder stecken. Die Kupplung funktionierte zwar auch so eigentlich, aber ein wenig hatte ich das Gefühl das sie bei hohen Drehzahlen eben doch nicht mehr komplett griff. Aber da war der Tag dann auch schon mehr oder weniger rum und mein Plan war in einer kurzen OP die Pumpe vom Admiral an Krümel zu verpflanzen, Ducati-Baukasten sei Dank! Zwischen Essen Kochen und Bierchen auf der Kartbahn trinken gehen war das dann auch schnell erledigt.

Der kommende Tag versprach sonniger zu werden, die Nacht war aber sehr kalt im Bus. Gut ist wer eine zusätzliche Decke dabei hat, wenn er zu faul ist die Standheizung anzuwerfen. Die Nacht über waren wieder nur wir und die andere Truppe im Fahrerlager, alle anderen waren wohl alle Tagesgäste gewesen oder übernachteten außerhalb. Dementsprechend reisten am Morgen wieder neue Leute an, darunter ein Trupp von drei jungen Herren mit ihren Straßenmopeds im Sprinter, die dann die gute Statistik von null Stürzen am ersten Tag vollkommen zunichte machten. Zwei dieser Herren zusammen brachten es auf nicht weniger als 5 Stürze! Das muss man auch erstmal schaffen, auf nachfragen was sie denn da treiben war die leicht flapsige Antwort: “Das ist halt Leben am Limit”! Da fällt einem echt nix mehr ein.. und alle anderen Anwesenden im Fahrerlager konnten nur mit dem Kopf schütteln.

Die viele Fahrzeit nutzte ich zum ausprobieren aller möglichen Dinge, von Fussstellung in den Kurven, zu Blickführung und Linie. Es war so viel Fahrzeit möglich, dass man sich für alles seine Zeit nehmen konnte, genial. Einen Turn lief ich dann recht am Anfang auf Otti von Rennleder auf die auch mit so einem untermotorisierten Gerät im Kreis fährt, welches Krümel auf der Geraden nicht einfach so im Standgas abhängt. Da gab es dann ein paar prima Runden hinter ihr her bis ich mich doch mit ein wenig mehr Schwung vorbei drücken konnte. Die Runde erzeugte dann auch die beste des Wochenendes mit 1:42.8 und das alles ohne großes Gekrampfe und mit Reserve. Und damit war dann auch das Ziel des Wochenendes erreicht, neue Bestzeit (mit Krümel), Reserven geschaffen und trotz der vielen Fahrzeit doch relativ entspannt geblieben.

Für die vier Wochen bis zum Termin in Groß Dölln steht jetzt natürlich ein bisschen was auf der To-Do für die Werkstatt. Vor allem die Situation mit der Kupplungspumpe muss ich lösen. Ich glaube aber ich habe noch eine Pumpe rumliegen. Der Endtopf vom Admiral muss ich natürlich flicken, ich hab aber in den Kleinanzeigen schon einen günstigen neuwertigen Topf geschossen und spare mir das ekelige Stopfen mit Dämmwolle, das piekt immer elend. Achja und einen hinteren Reifenwärmer muss ich einschicken, der wärmt leider nicht mehr.

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