Endlich hatten wir nur gutes Wetter in Most! Letzte Jahr gab es viel Regen, jetzt nur Sonnenschein und so konnten der Regentrödel getrost zuhause bleiben! In der Mixed-Box gab es nette Gesellschaft, welche wir prompt am Sachsenring wieder sehen werden und uns eine Box teilen.

Ich war erstmal in Gruppe 2 eingeteilt, wurde dann relativ schnell eine Gruppe weiter runter gereicht weil mit einer 1:59 ist man halt eher in dem Feld unterwegs und das Niveau in der Gruppe 2 relativ hoch war. Auch mit einer 1:57 (bisherige Bestzeit) wäre ich dort gelandet. Leider war das für mich eher unschön, denn in Gruppe 3 waren doch arg viele langsamere mit schnelleren Motorrädern unterwegs.

Most war so ein Aha-Erlebnis was das angeht. Ich brauche ein schnelleres Motorrad! Nicht weil ich den Admiral mit seiner jetzigen Leistung komplett durchgespielt habe und dort nicht noch Zeit zu holen ist, war auch jetzt wieder möglich, sondern weil ich bei normalen Trackday-Veranstaltungen auf schnelleren Strecken sonst nur schwer meine Zeiten verbessern kann. Ich stecke schlicht und ergreifend im Verkehr und bleibe hängen. In Most fahren sie auf Start-Ziel alle vorbei, auf der Bremse in die Schikane hole ich sie ein und in der Schikane stehen sie dann im Weg. Aus der Schikane raus, komme ich dann an der Leistung nicht vorbei, dann stehen sie wieder im Weg etc.pp.

Ich bin also die ganze Zeit nur damit beschäftigt an den Leuten irgendwie vorbei zu kommen, was unglaublich viel Fahrzeit verbraucht.

100,6 dB(A) sagte man mir.

Es kostet auch Kraft dreimal in der Runde an einer ZX10 vorbei zu fahren, entweder auf der Bremse in die Spitzkehre, in die Rechtskurve runter in die Senke oder aussen in der Linkskurve nach dem Bogen, nur um danach auf der folgenden Gerade wieder überholt zu werden. Mich hat es genervt, der ZX10 Fahrer fand es wohl toll. Am ersten Tag war nichts unter 1:59 zu machen, die meisten Runden lagen wegen des Verkehrs bei über 2 Minuten, da bin ich eigentlich schon ne Weile drüber hinaus. Irgendwie ärgerlich.

Anyway, am zweiten Tag war die Sortierung dann doch ein bisschen besser bzw. versuchte ich früh raus zu kommen. Auch wenn da einige Spezialisten schon 3 Min vor Turn-Anfang an der Ampel standen. Oft waren die auf Straßenreifen unterwegs, weswegen sie wohl nicht sofort auf Laut drehten und ich sie in der Outlap gleich einkassieren konnte um dann nach vorne freie Bahn zu haben.

So kam dann auch Vormittags eine 1:58 und einen Turn später eine 1:56.22 und 1:56.9 . Damit war das Ziel eigentlich schon erreicht die Zeit in Most von 1:57.4 aus dem letzten Jahr zu verbessern. Es gab nach der Mittagspause und einem weiteren Verkehrsreichen Turn noch einen sehr leeren vorletzten Turn, in dem tatsächlich noch eine 1:56.05 zustande kam. Das war okay und so wollte ich das nach Hause bringen und hab den letzten Turn ausgelassen. Aber ehrlich gesagt wäre die 1:56 eigentlich das gewesen wo ich am ersten Tag hätte landen wollen um sie dann am zweiten zu festigen oder eben doch in die 1:55 zu kommen.

Als nächstes steht der Sachsenring im Kalender, dort werde ich die Straßen-999 pilotieren. Das wird mein erster Test wie mir der Testastretta auf der Rennstrecke so gefällt und ob das vielleicht für den Admiral eine gangbare Variante wäre um mehr Leistung zu bekommen. Ich erhoffe mir da einfach, weniger von anderen auf der Geraden überholt zu werden die eigentlich in den Kurven langsamer sind. Ob das jetzt erstmal die Zeiten schlechter oder besser macht, wird man dann sehen müssen. Wenn ich die Mehrleistung umsetzen kann, würde mich das auf den schnelleren Strecken auch in schnellere Gruppen bringen, wo wieder mehr Leute sind die schneller unterwegs sind und wo ich mir Dinge abgucken kann.

Da wir in Groß Dölln letzte Woche einen Tag haben sausen lassen, haben wir spontan beschlossen den diesjährigen 1. Mai mit Flatratefahren am STC zu verbringen, denn die Wettervorhersage war hervorragend und es sollten dann auch über 20°C mehr sein als in Groß Dölln.

Der Van war quasi schon gepackt seit der Rückfahrt aus Groß Dölln, allerdings musste noch mal alles raus weil sowohl ich als auch Axel doch noch etwas schrauben mussten. Er tauschte die Bremspumpe und ich hatte ja noch das nervige quietschen an der Bremse von Krümel. Also Bremssättel und Vorderrad raus und angeschaut, auf einem Bremssattel gab es innen komische Schleifspuren, an dem Absatz der den Bremsbelag im Sattel hält. Hatte da etwa die Bremsscheibe Kontakt mit dem Sattel?

Im Winter habe ich ja eine KTM SuperDuke 990 Felge nebst selbst hergestellten Spacern verbaut, das haben wir so auch für Axels Shyster so umgesetzt. Dort ohne Probleme. Was aber bei Krümel anders ist, sind die 5mm Brembo Bremsscheiben! Also mal das Rad und die Bremssättel ohne Bremsklötze verbaut und siehe da, der rechte Sattel hat eben an der Stelle wo es die Schleifspuren gibt Kontakt mit der Bremsscheibe! Beim damaligen Messen zum Herstellen der Spacer mit 4,5mm Bremsscheiben gab es das Problem einfach nicht! Jetzt für den Termin griff ich zu einer low-tech Lösung und unterlegte den rechten Bremssattel mit zwei sehr dünnen Unterlegscheiben. Dann noch die Scheiben gesäubert, die Bremsklötze ein wenig abgezogen und zur Sicherheit packte ich noch ein 999 Vorderrad mit 4,5mm Bremsscheiben ein. Nur für alle Fälle.

Der Tag am STC war dann wunderbar, vor allem Axel fühlt sich mit seiner neuen Street Triple pudelwohl! Ich kam relativ schnell auf meine üblichen tiefen 1:4Xer Zeiten, schaffte es aber nur maximal auf eine 1:41. Das Datarecording meint, gebremst hab ich oft später als 2022, dafür aber zu viel. Damit war ich zu langsam am Scheitelpunkt und selbst das konsequentere Gas geben aus der Kurve raus konnte das nicht mehr ausgleichen.. tja, so ist das halt mit einem langsamen Moped. Nimmst du den Schwung nicht mit, haste verloren. Und dann war ich im Omega stellenweise noch 10km/h langsamer in Schräglage als 2022, da weiß ich jetzt auch nicht warum. Vielleicht ist der SC2 hinten doch mal langsam fertig? Oder ich muss noch mal am Federbein bisschen an den Settings drehen. Das TPS signal recording lässt mich erahnen dass das Vertrauen ins Hinterrad nicht 100% da war.

Die Bremse quietschte den ersten Turn noch ein wenig, verlor dies aber dann im zweiten Turn. Von daher ist das Problem damit behoben, auch wenn die Lösung nur temporär ist. Vermutlich werde ich am Bremssattel selbst etwas Platz schaffen. Das muss ich mir aber noch mal genauer anschauen.

War anfänglich noch der Plan den Admiral und die 999 in Groß Dölln im Vergleich zu fahren, lachte mich das Wetter für diese Idee ein bisschen aus. Je öfter man auf die Vorhersage schaute, desto schlechter wurde diese. Erst war es nur kalt, dann sollte es Regen und irgendwann war sogar Schneeregen angesagt. Den gab es wohl auch.

Dementsprechend dynamisch war auch unsere Vorbereitung. Erst überlegten wir doch in einer Pension zu nächtigen, dann reservierten wir ein Hotelzimmer. Ich switchte von der Paarung Admiral/999 zu nur Krümel und zwei Tage vor dem Event war klar, wir lassen den Montag auf Grund des Wetters aus, laden Krümel und die neue Streety von Axel am Sonntag in den Van und fahren, bei okayer Vorhersage, am Dienstag ganz früh in die Uckermark.

Die Vorhersage war dann am Montag für Dienstag okayisch. Nicht nur 6°C wie Montag sogar 9°C und tatsächlich kein Regen und zumindest am Vormittag sogar Sonne. Genau so kam es auch. Lag bei der Fahrt nach Groß Dölln noch Nebel auf Wiesen und Feldern, lichtete sich das ganze im Fahrerlager und die Sonne kam raus.

Nach kurzer Fahrerbesprechung konnten wir uns Anmelden und schafften es sogar vorher noch auszuladen und die Reifenwärme einzustecken. Ab 0900 konnte man losrollen. Der Zeitplan für das Event bestand aus 45min open pitlane sessions, unterbrochen von 15min Instruktortraining und um 18 Uhr war Feierabend. Es gab also genug Fahrzeit, so das ich die ersten 45min erstmal zum Umziehen und fertig machen verstreichen ließ.

Ab dem zweiten 45min Fenster spielte ich dann mit, erstaunlicherweise waren die gelernten Dinge aus dem letzten Jahr noch im Gehirn vorhanden und das fahren ging ganz gut von der Hand. Nur die Vorderradbremse von Krümel machte zicken, immer wenn man ordentlich anbremste fing sie ab einem bestimmten Punkt unangenehm an zu singen. Es pulsierte nicht im Hebel und es bremste auch, nur das Geräusch war irritierend und half nicht gerade dabei ordentlich in Richtung Scheitelpunkt zu bremsen. Ich hab dann mit einer Feie die Bremsklötze entgratet, mir sogar Kupferpaste von einem Nachbarn geschnorrt und hinten auf die Pads getan, es half alles nichts. Die Bremse sang. Ein bisschen bildete ich mir ein das es von der Temperatur abhing, je heißer die Bremse desto weniger war es, auch meine ich das den Frontfender mit Gaffatape zu bekleben das Geräusch verminderte, es kann auch einfach sein das ich es lernte es zu ignorieren. Ich werd nicht schlau draus.

Ab dem vorletzten Turn war ich dann gut eingefahren und die Zeiten, wenn kein Verkehr war, lagen relativ konstant bei tiefen 1:3Xern. Ich bleib dann für 15 Runden draußen, also ca. 25min Fahrzeit am Stück, Danach musste Axel auch kurz das Moped halten damit ich gefahrlos absteigen konnte. :)

Bestzeit war dann eine 1:32, was von meinen 1:29 noch ein bisschen weg ist, aber angesichts der Bremse und der kalten Witterung durchaus okay ist.

Im großen und ganzen haben wir alles richtig gemacht, wenn wir auch nur einen Tag gefahren sind haben wir uns den besseren der zwei ausgesucht und vermieden teuer im Hotel zu schlafen oder sinnlos in der Kälte im Fahrerlager zu hocken. Eventuell holen wir den einen verlorenen Fahrtag am 1. Mai nach, da soll schönes Wetter sein und der STC hat flatrate fahren im Angebot!

Hier in Berlin-Brandenburg ist seit letzte Woche verfrüht der Frühling ausgebrochen, Temperaturen bis zu 28°C Anfang April.. abnormal. Aber da die 999 ihr 04/10 Schild hat, nutzte ich das gute Wetter um habe mir beim freundlichen GTÜ Mitarbeiter einen Termin für HU/AU gemacht, bevor es morgen wieder isseliger wird.

Fröhlich in die Werkstatt geradelt, Moped mit bisschen Sprit aufgefüllt und vor die Werkstatt geschoben. Hmm, vielleicht noch mal wenigstens Licht checken ob alles tut? Blinker gehen, Lichthupe, Abblendlich, Bremslicht Fußbremshebel, Bremslicht Vorderradbremse.. äh geht nicht? Ging doch aber letztes Jahr noch! Den ganzen Haufen wieder reingeschoben und mal geschaut ob ich den Microswitch an der Bremspumpe wieder draufgesteckt hatte, nach dem ich die Gabel wieder eingebaut hatte, hatte ich. Erst mal Kabel durch wackeln, jo Kabelbruch oder Stecker oll. So hingebogen das es funktionierte und auf die Todo zum fixen für später geschrieben.

Dann machte das Motorrad komische Klickgeräusche?! Oh, Spannung bricht zusammen! Ich hab doch gerade eine nagelneue LiFePO4 Batterie verbaut und am Wochenende hab ich gecheckt was der Tacho an Spannung zeigte! Was solls, Verkleidung so weit abbauen das ich an die Batteriekontakte kam und tatsächlich, die Batterie hatte nur noch nur noch 8V *aarrg* gut das ich früh genug in der Werkstatt war. Batterie ans Ladegerät und ordentlich mit 5A für 30 Minuten Strom reingepumpt, dann noch den Booster angeschlossen und dann sprang das Gerät auch an, Verkleidung wieder drauf.. ich war inzwischen ins Leder gesprungen und mir lief die Suppe! Wieso hab ich immer Straßenmopeds die ihre Batterie leer saugen?

Anyway, rauf aufs Moped und los! Zum Glück ist die Prüfstelle nur so 15 Minuten von der Werkstatt weg und ich rollte pünklichst auf den Hof. Dort war gerade eine Dame mit ihrer 600er Monster fertig, die langen Gesichter lassen mich darauf schliessen das die Aktion nicht so erfolgreich lief. Der Prüfer meinte später lapidar zu mir “muss man denn die Dinger so verkommen lassen?”, ich schwieg.

Zu meiner Freude funktionierte auch das Bremslicht problemlos, das Motorrad sprang zur Proberunde vom Prüfer ohne Murren an und das ich auf Raceshift umgebaut habe hat ihn auch nicht weiter irritiert “ich brauch eh nur den 1. Gang”. Kurze Zeit später gab es dann die neue blaue Plakette und die 999 darf wieder offiziell im StVO-Bereich fahren! Yes!

Da ich mir eine sehr praktische iPhone-Halterung mit Ladefunktion angebaut habe, konnte ich jetzt die Rückfahrt in die Werkstatt vom Telefon planen lassen und da sich ja bekanntlich bei Wärme die Dinge ausdehnen, dehnte sich die Rückfahrt auch etwas aus! Das Ziel setzte ich auf über Vietmannsdorf nach Templin. Meine alte Hausstrecke. In Templin ein Päusschen und da dort die Straße gesperrt war, ging es über Vietmannsdorf wieder zurück und über die Autobahn nach Hause.

Zur 999 kann ich sagen, der Motor ist grandios. Ich verstehe wieso Ducati bis heute den Testastretta in alles und seinen Bruder einbaut. Der Motor läuft schön sanft und drückt herrlich seine Leistung aufs Hinterrad. 124 PS soll dieses Modell haben, reicht vollkommen. Man ist so schon immer zu schnell, ausser auf der unlimitierten Auutobahn. Da hab ich es auch mal fliegen lassen, war schon beeindruckend. Nur langsam und unter 3000rpm will man eigentlich nicht fahren, sonst ist es beinahe egal welche Drehzahl gerade anliegt.

Das Fahrwerk kenne ich ja schon aus dem Admiral, aber da fuhr ich das nie auf der Straße. Ich muss sagen so eine 999 liegt echt fantastisch auf der Straße. Gut das Federbein ist frisch überholt und mit passender Feder versehen, die Gabel hat auch frischen Service.. aber auch schon auf der kleinen Runde letztes Jahr war das ganze Chassis großes Kino und da war noch nichts davon getan.

Nur die Ergonomie der 999 ist halt nix für Touring. Ich bin mir sicher auf der Renne passt das super, aber so legale Landstraße mit typischen langen brandenburger Geraden gehen echt auf den Nacken. Bin allerdings auch mit kurzen Armen ausgestattet. Ich denke wenn die 999 weiter und länger auf der Straße bewegt werden sollte, muss ich was mit den Stummeln machen. 1-2cm nach oben, 1-2cm nach hinten. Dann wäre das, für mich, erträglich.

Als nächstes geht die gute auf den Kringel. Ende des Monats steht Groß Dölln im Terminkalender und ich mache einen kleinen Vergleich mit dem Admiral. Beide Mopeds, mehr oder weniger identische Chassis, gleiche Slicks und dann mal gucken was sich so für Unterschiede ergeben oder was ich bei dem einen gerne wie beim anderen haben wollen würde etc.

Es ist geglückt, der Blauwal hat ein neues Zuhause gefunden! Er geht wieder zurück nach Brandenburg, aber westlich von Berlin.

Ich denke er wird in seinem neuen Zuhause für Freude sorgen, ist in guten Händen und vielleicht sieht man sich ja mal wieder!

Mach es gut Blauwal!

Gestern war es so weit, ich war mit den Winterarbeiten an der 999 fertig!

Ab von den normalen Servicearbeiten wie Öl, Riemen, Bremse und Ventilspiel gab es noch den Umbau auf umgekehrtes Schaltschema und ein Healtech Quickshifter wurde noch verbaut. Für die Renne gab es einen Anschluss an die K-Line des Motorstreuergerätes, damit man Telemetriedaten auf dem SoloDL zur Rundenzeit loggen kann. Für die Straße gab es einen SP-Connect Halter fürs Telefon, nebst Wireless-Charing. Sogar einen mit Alcantara bezogenen Sitz hab ich dem Gerät noch spendiert, da der originale schon sehr durchgesessen und rutschig war. Eine frische LiFePO4 Batterie kam auch noch rein, da die alte Bleibatterie ihre besten Tage hinter sich hatte. Und an vielen stellen wurde einfach nur mal auseinander genommen um mal durchzuwischen.

Damit ist das Moped jetzt von vorne nach Hinten durchgeserviced und wartet jetzt nur noch darauf das April wird, damit ich beim TÜV vorbei fahren kann. Oder auf einen spontanen Ausflug auf den STC.

Die Bühne war frei, zeit die restlichen Arbeiten am Admiral anzugehen! Da war noch so eine Auspuffhalterung am unteren Endschalldämpfer die sich mal verabschiedet hat. Da muss ich etwas neue konstruieren. Wo ich dann schon mal den unteren Endschalldämpfer in der Hand hatte und es am Rand der Endkappe scheinbar ein wenig raus blies, dachte ich mir ich schaue mal rein wie es so mit der Dämmung aussieht. Also die drei Nieten aufgebohrt und schon schaute ich in die gähnende Leere des Schalldämpfers.

Ich weiss das ich den unteren selbst irgendwann neu gestopft hatte, aber wie sah es eigentlich in dem oberen aus? Ich mache es kurz: ähnlich leer! Hmm das könnte leicht erklären warum ich dann selbst in Poznan den Streckenposten auf Start-Ziel etwas zu laut war!? Vielleicht hat sich damit schon das Thema Lautstärke erledigt.

Da werde ich mich also mit dicken Handschuhen und Maske mal einen Nachmittag hinsetzen und neu stopfen, denn die Dämmwolle ist echt ekeliges Zeug das ganz fies auf der Haut juckt und in der Lunge nichts zu suchen hat!

Was auch eventuell einer Erneuerung bedarf ist das Kettenrad, dieses ist aus Alu und zeigt komische Verschleißmarkierungen. Ich hab keine Ahnung ob das so normal ist?!

An Servicearbeiten stehen noch Bremsflüssigkeitswechsel und Riementausch an. Aber das sind ja eigentlich Kleinigkeiten. Aber wir kennen das, am Ende des Winters ist eigentlich noch viel Zeit die dann aber immer viel zu schnell und überraschend vorbei ist! Ende April ist schon der erste Termin zum ausrollen in Groß Dölln, ich muss noch Ausknobeln ob neben der 999 dann der Admiral oder Krümel mitkommen.

Puh schon ne Weile nichts mehr geschrieben. Viel mit Arbeit und leider Krankheit zu tun gehabt die letzten Monate, da war zwar auch immer Zeit auch mal zu schrauben aber nicht zu schreiben.

Was ist also der Stand?

Bambi, da passiert nix. Also ausser das ich Sprit aus den Vergasern gelassen habe und es mal neue Zündkerzen geben sollte.

Der Admiral steht wie zum Geburtstag da, dort hat sich nichts getan.. bis auf das ich ihn der Rahmenhülse für den Bursigständer beraubt habe um die 999 in die Luft zu bringen.

Selbige (999) steht mehr oder weniger komplett zerlegt auf der Hebebühne. Es gab eine Ventilspielkontrolle ohne Auffälligkeiten, dafür musste echt das halbe Moped zerlegt werden. Dann musste ich feststellen das jemand die Ventildeckel komplett mit Silikon abgedichtet hatte, was auch dicht war, aber leider fürs weitere Abdichten das große Elend war denn das Silikon da wieder runter zu bekommen war leider eine totalen Scheissarbeit! Danach wieder zusammenbauen und selbst mit wenig Dichtmittel abdichten, hoffe das ist mir gelungen.

Kühlmittel ist auch raus und Kühler war runter, weil man sonst ja nicht vernünftig an den liegenden Zylinderkopf kommt. Was hab ich geflucht. Mehr noch bei der Airbox die auch runter war um eine fehlende Mutter im Airboxdeckel zu ersetzen. Wow war das elend. Frische Riemen gab es auch, die alten waren auf jeden Fall schon…. alt. Wenn ich so an der 999 schraube, merke ich erst wie Pflegeleicht der Admiral ist..

Die Bremssättel habe eine äusserst gründliche Reinigung bekommen, ich vermute ihre erste. Die Gabel der 999 ist auch komplett zerlegt, da gibts einmal alles frisch. Das übliche also, Moped kaufen und erstmal durchservicen. Schraube -> Kopf. Dann in 03 muss das Gerät zum TÜV, mach ich mir aber nicht wirklich Sorgen.

Krümel hat nun endlich die finale Änderung am Vorderrad bekommen, nachdem letzten Winter auf SBK Bastardgabel umgerüstet wurde, erstand ich jetzt endlich ein KTM SuperDuke 990 Vorderrad für einen vertretbaren Preis. Mit Axel hatte ich schon im Frühling 2023 Adapter fertigen lassen damit solch ein Vorderrad in Ducati SBK Gabel benutzen kann. Ein Paar Adapter ging in seine Shyster, das andere Paar steckt nun mit entsprechendem Vorderrad in Krümel und ich kann endlich die Bremssattelspacer weg lassen, da jetzt der Abstand der Bremsscheiben zu den Bremssattelaufnahmen passt. Frische Bremsscheiben gab es schon vor einer Weile.

Der Blauwal hingegen steht ein wenig bedröppelt in der Ecke. Vorbereitet für den Verkauf und annonciert, wartet er vermutlich auf den Frühling und das ihn irgendwer aufnimmt. Viel Interesse gibt es da bisher nicht, aber ist jetzt ob der Jahreszeit auch nicht wirklich verwunderlich.

Ob der Jahreszeit ist es auch nicht besonders muckelig in der Werkstatt, Heizweste hilft zwar aber es sind dann halt doch eben nur so 4-5°C wenn man ankommt.

Rennstreckentermine sind für 2024 auch schon gebucht, muss aber noch würfeln zu welchem Termin ich welches Moped ich mitnehme.. Luxusprobleme!

Anyway, Frohes Neues!

Jetzt ist es schon wieder neun Jahre her seit ich angefangen habe am Admiral zu schrauben. So einiges haben wir miteinander schon erlebt. Unschönes, aber deutlich mehr Schönes! Jede Menge Schraubererfahrungen gesammelt, glaube so was wie 5.000 Rennstreckenkilometer abgespult und ein paar nette Leute auf dem Weg kennengelernt!

Sehr oft stehen Leute auf der Rennstrecke neben dem Motorrad, wundern sich was das ist oder mal war und ich darf Fragen beantworten, erklären. Oft gibt es Lob für den Admiral, was einen natürlich freut.

Der Admiral stand schon auf Messen, er war schon in Zeitschriften und letztens stolperte ich über einen Umbau wo ich vermute das der Admiral dort vielleicht für die Heckpartie Pate stand.

Dabei ist der Admiral immer bodenständig geblieben, nie war er ein Motorrad nur zum angucken, nie nur Showgerät. Es wird gefahren und es wird beschraubt, es darf sich entwickeln. Jetzt gerade hab ich die Gabelfedern die ich vor sechs Jahren eingebaut habe gegen andere getauscht, leicht härtere. Ich hab das Gefühl das würde mir gut tun auf der Bremse. Neues Öl hat er bekommen, neue Riemen werden noch drauf kommen. Das Ventilspiel wurde überprüft. Dinge halt, es hört nicht auf.

Auch denke ich darüber nach eventuell doch wieder einen Vierventilmotor einzubauen, bisschen mehr Leistung. Ich werde das mit der 999 diese Saison erproben. Ob ich das will, ob es das braucht. Auch der Auspuff ist immer wieder Thema, bzw. die Lautstärke des selbigen. Besser wird es nicht auf den Rennstrecken und mit den Auflagen.

Eventuell muss ich sogar die Heckpartie ändern, was ich allerdings echt schade fände. Ist diese doch recht markant. Aber wenn es sein muss, muss es sein. Es bleibt ja der Admiral, solange wie ich das noch will.

Und ich will.

Zuletzt ein paar Abende schraubend an der 999 verbracht. So ein paar rudimentäre Pflege- und Servicearbeiten durchgeführt. Die Luftfilter kamen neu, Kühlflüssigkeit wurde aufgefüllt, Bremsflüssigkeit ersetzt und ein Ölwechsel musste auch sein. Die Riemen hab ich zumindest mal optisch begutachtet, die Kupplung habe ich vermessen und als okay befunden. Nummernschild hab ich natürlich noch dran geschraubt.

Gestern hab ich mich mit Axel dann auf eine kleine Runde durch Brandenburg gemacht, letzte Woche war ich auch schon mal kurz beim Arbeitgeber und danach kurz auf dem Berliner Ring. Ich muss sagen, das Motorrad funktioniert wirklich hervorragend! Gibt wirklich nichts zu meckern und der Motor ist wunderbar. Ist zwar “nur” die 126PS Variante, aber drückt einen problemlos in führerscheingefährdende Bereiche.

Über den Winter wird es jetzt sicherlich noch die ein oder andere Verschönerung und weitere Pflege geben. Zahnriemen sollen auf jeden Fall noch neu und auch nach dem Ventilspiel werde ich schauen.

Vor 9 Jahren kaufte ich mir eine Ducati 749S mit Motorschaden aus der später der Admiral werden sollte. Damals hab ich dafür das Motorrad zerlegt und geschlachtet, ein paar Teile habe ich tatsächlich immer noch davon rumliegen.

Später kaufte ich dem selben Menschen vor 5 Jahren Krümel ab, und jetzt war ich am Wochenende genau bei eben jenem Menschen wieder, weil er eine 999 aus 2003 mit 22229 km auf der Uhr für einen Bekannten los werden wollte.

Der Preis war mehr als fair, das Vertrauen zu dem Verkäufer eh da und so wanderte nach kurzem Motor anwerfen und grobem drüber schauen und drauf setzen das Gerät ohne Probefahrt in den Transporter.

Moment mal, werden jetzt einige fragen, was will der Typ denn mit noch einem Motorrad?! Die Antworten darauf sind:

  • verstehe die Frage nicht
  • ich sage nichts ohne meinen Anwalt
  • weiß ich doch auch nicht!

Nein aber mal im Ernst, es ist mir klar dass das keinen Sinn macht noch so eine Rakete zu besitzen und deswegen werde ich mich über kurz und hoffentlich nicht lang vermutlich auch vom Blauwal trennen müssen.

Als ich mich beim Moped beschauen auf die 999 setzte, kam ich mir jedenfalls sofort zuhause vor (kein Wunder, der Admiral ist ja quasi das gleiche Chassis) und im Gegensatz zur RSV Mille kommt einem die 999 zierlich und schlank vor, agil gar! Dabei stand das Motorrad nur. Auf der RSV kam ich mir immer ein bisschen.. klein vor?

Aber erstmal steht eh die Ummeldung an und eine kleine Runde sauber machen, den im Motorrad sind jede Menge Spinnweben und Laub unterwegs. Bevor ich damit eine Runde drehe will ich auf jeden Fall das Öl wechseln, die Bremse checken und Bremsflüssigkeit austauschen. Sicherlich auch noch so ein zwei andere Sachen überprüfen. Man kennt das ja. Dann versuche ich noch einen schönen Herbsttag zu erwischen um damit zu fahren und dann schauen wir ob der erste Eindruck sich bestätigt.

Einen Namen hat das Gerät übrigens noch nicht..