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Post von Ducati

Nach dem Urlaub einen Brief von Ducati im Briefkasten gehabt. Nein, nicht das Aufkleberset um das Logo mit “AUDI – Monster” zu überkleben! Vielmehr gibt es eine Rückrufaktion für die EVO, bei einem Langzeittest hat sich rausgestellt das die Hinterradfelge an einer Stelle einen Materialfehler aufweist der bei hohen Kilometerständen eventuell zu einem Riss führen kann. Ich soll mich bei meinem Vertragshändler melden, der würde mir die Felge gegen eine neue Tauschen.

Gesagt getan, mal sehen wann ich die Bella zum Felgentausch zu DSB-Berlin vorbeibringen kann.

Sport frei oder wie man Gepäck auf die Monster bekommt

Solange man nicht Charley Boorman oder Ewan McGregor ist und mit Begleitfahrzeug seine Touren veranstaltet, braucht der geneigte Kradist irgendwelche Gepäcktaschen am Mopped.

Mir ist klar das der italienische Stil eigentlich ist mit einer Garnitur Unterwäsche, Shirt und Hose im Gepäck zu fahren um auf keinen Fall die italienische Linie des Motorrades zu verschandeln. Aber da geb ich nix drauf. Ich hätte sogar Koffer an die Monster geschraubt, wenn es da brauchbare und vor allem einfach wieder zu entfernende Systeme gäbe. Gibts aber nicht.

Nun hab ich mich für einen Tankrucksack aus dem Hause Bags-Connection, genauer den Trial QL, sowie passendem Quick-Lock-System von SW-Motech und einer Hecktasche von Ducati Performance entschieden. Zusammen sollte das genug Stauraum abgeben.

Wichtig beim Anbau von Gepäck ist der Auf- und Abstiegstest in voller Motorradklamotte. Also rein in die Kombi und.. und.. bekomme ich das Bein so hoch?!

Wenn ich die Platzerweiterung der Hecktasche nutze, muss ich mein Bein schon ganz ordentlich hochschwingen. Ich habs mal gemessen, 120 Zentimeter muss ich schaffen. Da heisst es vor der Abfahrt ausreichend Warmturnen, damit es keine Zerrung gibt! Beim absteigen muss man dann wurschteln, aber das geht schon. Nur aufpassen das man das Mopped nicht umreisst! Ein Test in Regenkombi steht noch aus..

Der Tankrucksack muss mit vier Schrauben am Quick-Lock Halter befestigt werden, dazu muss man vier Löcher in die Bodenplatte bohren. Uncool. Denn ich müsste eigentlich eine Probefahrt machen um rauszufinden wie die ideale Position ist so das ich noch was vom Tacho sehe! Aber ich hab ja nur einen Versuch.
Vielleicht doch ein Navi kaufen und ins Kartenfach legen, damit man sich dort die Geschwindigkeit anzeigen lassen kann!?

Gerexxtes Mapping gefahren

Spontan hatte ich heute 3h Zeit übrig und die hab ich natürlich aufm Bock verbracht. Ich hab mir ja schon vor mindestens zwei Wochen einen ReXXer User gekauft. Mit dem Gerät kann man das Einspritzmapping der EVO flashen und noch so ein paar andere Gimicks. Ich hab mir vom Herrn Deussen ein geändertes Mapping mitgeben lassen, damit die Bella im unteren Drehzahlbereich ein bisschen kultivierter läuft.

Was soll ich sagen, war sein Geld wert, fährt sich hervorragend. Endlich auch bei 2.500-3.000 rpm entspannt rumtuckern ohne das die Diva ihre Kette zernagt!

Das Visier mit Verlauf hab ich auch gleich probiert und bin erstmal zufrieden, vermindert deutlich den Blendfaktor für mich.

Für wenn mal wieder Sonne ist

Ich mag ja meinen Shoei Helm, aber was ich wirklich vermisse ist das Sonnenvisier. Als Alternative hab ich mir ein Visier mit verlaufender Tönung gekauft. Mal sehen ob das ein guter Kompromiss ist.

20120404-175836.jpg

Scheinwerferring nachlackiert

Der Lack von meiner damaligen Lackierung des Scheinwerferringes war heftig am abblättern. Insekten sowie Wind und Wetter haben ihr deutlich zugesetzt, eventuell war ich auch ein wenig nachlässig beim anschleifen.

Nun hab ich im svrider Forum von Plasti-Dip erfahren, das ist quasi eine Folierung zum aufsprühen die man hinterher auch wieder abziehen kann. Ich hab mir so eine Dose bestellt und meinen alten Chromring damit lackiert. Sieht gut aus, mal sehen wie es so mit der Langzeithaltbarkeit aussieht!

Erste EVO Tagestour

Lange genug haben wir gewartet aber nun scheint er da zu sein, der Frühling! Den quasi ersten warmen Tag mit 20°C und Sonne habe ich heute genutzt um die neue Dame im Hause auf ein Tänzchen auszuführen. Der D. aus B. an der S. hat mich dabei begleitet, seine Dame musste ja auch mal wieder die Hüften schwingen.

Der Plan für den Tag war dann recht einfach, Standardtanz in Form der Hausstrecke. Da kennt man sich aus, da muss man keine Karte lesen, bleibt mehr Zeit sich auf die Partnerin und die Straßenverhältnisse zu konzentrieren. So kurz nach dem Winter ist man selbst ja doch noch eingerostet und die Straßen unter umständen nicht wirklich gebonert.

Nach dem erstenmal Volltanken am Autobahnzubringer, flogen wir erstmal auf der Autobahn raus in den berliner Norden. Dabei hatte die gute erstmal Zeit ihr luftgekühltes Herz auf Temperatur zu bringen. Aufm Ring haben wir es dann ein wenig fliegen lassen, schon krass wie schnell man bei 180 km/h ist und vor allem das dann immernoch Druck kommt. Schön auch das ich das abmontierte Schwesternhäubchen nicht vermisst habe bei der Geschwindigkeit. Lag alles Satt im Luftstrom, entspannt und ohne Verwirbelung. Prima.

Dann runter von der Autobahn und die spärlichen Kurvenkombinationen abgrasen. Also Vietmannsdorf, Werbellinsee und Schiffshebewerk sowie alles was dazwischen noch so taugt.

Die Erkenntnis zur Partnerin ist dann wie folgt: Sie macht Laune und hat mit Vernunft nix zu tun. Vernunft wäre wenn man sich ein Motorrad gekauft hätte welches einen größeren Tank hat und weiter als 220 km mit einer Tankfüllung kommt. Auch wäre es Vernunft gewesen eines zu kaufen das einen ohne Vibration absolut entspannt ans Ziel schaukelt statt eines das einen sportlich nach Vorne beugt und dessen Motor lebt und arbeitet, scheppert und grollt.

Aber Vernunft wäre eben einfach ein Großroller gewesen!

Nein die Ducati ist all das nicht. Sie ist sogar teilweise recht bockig. Zum Beispiel beim langsam in der 30iger Zone in der Stadt hinter einem Auto herzuckeln. Da haben weder Fahrer noch Motorrad freude, während ersterer in den Helm beisst und letztere auf der Kette kaut. Mal sehen ob man der Dame das per anderem Mapping abgewöhnen kann.
Weniger Probleme mit sich selbst als ein Problem für den Fahrer ist die Abwärme im Stand. Der Krümmer vorne heizt einem da durchaus ordentlich ein. Stehen im Stau, nein, dafür wurde dieses Krad nicht gebaut.

Dann doch lieber freie Bahn und rechts Gas, ja das mag Sie und das kann Sie. Da gröhlt es dann aus Auspuff und Mund des Fahrers gleichermassen. Dann schön die Bremsen vor der Kurve in die Scheiben beissen lassen, Gang runtertreten während man sich über die Antihoppingkupplung freut und mit dem zielgenauen Fahrwerk anpeilen und rum. Danach wieder von vorne.
Übrigens verdaut das Fahrwerk auch die nicht gerade tollen Straßen Brandenburgs sehr schön. Ein Huckel macht leicht plopp, wird gedämpft und schon ist wieder Ruhe. So will man das.

Ich steh drauf, auf die rote Unvernunft!

Die EVO abgespeckt

In der roten Zora habe ich mit dem LiFePo4 Akku nur gute Erfahrungen gemacht bisher. Es war also klar, für die Evo wollte ich so etwas auch.

Als ich letztens bei Kämna war hab ich also kurzerhand auch gleich noch am letzten Tag eine passende Batterie geordert, es handelt sich dabei um die HJt9B-FP von Motocell. Die hat die passenden Abmessungen, die Balancerelektronik schon mit oben verbaut, ausreichend Saft um den 11er Motor anzuwerfen und wiegt inkl. Ausgleichsfüsschen lustige 720g! Sie ist 4cm niedriger als die Originale, welche übrigens stolze 4 kg wiegt, weswegen ich noch weitere Ausgleichsfüsschen brauch damit ich sie mit der Gummischnalle festgeschnallt bekomme.

Angeworfen hab ich die Evo damit auch schon, problemlos!

Und wo ich schonmal dabei war Gewicht loszuwerden, hab ich auch gleich noch die Soziusfussrasten abgeschraubt (1463g) und den Auspuffhalter angeschraubt den ich auch gleich bei Kämna geordert habe (372g).

Macht zusammen eine Gewichtsersparnis von 4,371 kg. Wenn man das in Carbon- oder Leichtmetallteilen an Gewicht sparen will, muss man vermutlich nen Kredit aufnehmen. So war ich mit 250 EUR dabei.

Zwei Ventile, zwei Zylinder, zwei Tage.. Ducati Kämna

Ich hatte mir ja schon vor dem Kauf der Evo den Zweiventil Schrauberkurs bei Ducati Kämna gebucht, denn warum nicht auch mal so eine Weiterbildung mitmachen. Mit dem Kauf der Evo passte das natürlich noch besser.

Jetzt am Montag und Dienstag war es denn soweit. Sonntag Nachmittag gegen halb drei hab ich mich mit dem Auto auf die Autobahn geworfen und bin die 273 km bis Otterstedt gefahren. Als ich ankam brannte im Haus überall Licht, aber ich war der erste. Schlüssel hab ich in seinem Versteck gefunden und dann konnte ich mir ein Zimmer in dem doch recht großen Haus aussuchen. Ich hab mich also erstmal breitgemacht und dann in Motorradzeitungen und Büchern über Ducati gelesen die in großen Mengen auslagen. Gegen acht kam dann Rüdiger und noch ein Kursteilnehmer. Nach einer kurzen Führung durch die Werkstatt auf der ich sicherlich einen Speichelfaden hinterlassen habe, hockten wir uns dann in die Küche und haben noch ein paar Stunden geschnackt.

Am Montag ging es um 10 Uhr los, erstmal Theorie. Wie wo was im Motor ist, was es an Tuning gibt und was wir alles so gezeigt bekommen wollen. Wir haben uns dann erstmal drauf geeinigt das wir die Basics abhandeln wollen, aber wenn wir gewollt hätten, hätte uns Rüdiger auch das Polieren von Kanälen oder anderes gezeigt. Es gibt da keinen starren Plan, sondern es wird das gemacht was die Teilnehmer sehen wollen. Mit acht Teilnehmern die sich dann in zwei Gruppen aufteilen, eine Rüdiger und eine Marc, ist alles möglich.

Nach der Mittagspause ging es dann auch in die Werkstatt und ran an die Motoren. Erstmal Ventilspiel einstellen. Das ist ja bei der Desmodromik der Ducatimotoren doch ein wenig anders als man das von den anderen Motorren so kennt, weil man sowohl für den Öffner als auch für den Schliesser, den es sonst nicht gibt, das Spiel messen bzw. korregieren muss. Viele behaupten ja das wäre furchtbar aufwändig bei Ducatimotoren, aber beim Zweiventiler ist es tatsächlich recht übersichtlich fand ich! Weiter ging es dann mit dem Spannen der Zahnriemen. Kämna macht da die Variante mit einem 5er Inbus. Also den Riemen spannen bis der 5er Inbus flutschig zwischen starrer Führungsrolle und Riemen durchgeht. Zumindest bei den Zweiventilern ist das vollständig ausreichend, ist schliesslich eher ein Treckermotor! Beim Vierventiler sieht das wiederrum anders aus.

Steuerzeiten haben wir dann auch noch gemacht und schon war der Tag rum. Am nächsten Tag ging es dann mit Kurbelwellenschlag messen und ausgleichen weiter, sowie axialen Spiel der restlichen Wellen messen und ausgleichen. Dann noch Drosselklappen synchronisieren, sollte eigentlich jeder an seiner Ducati zumindest mal gecheckt haben denn davon hängt die Laufkultur und Fahrbarkeit entscheident ab. Dazu durfte sich jeder mal unter eine tierisch laute Pierobon F042 knien, die wie ein Sack Nüsse lief und während Rüdiger den Motor bei 3.000 U/min hielt, an der Synchronisationsschraube und dann an den Bypassschrauben drehen bis es einigermassen stimmte! Das hat richtig Laune gemacht, war aber wirklich extrem laut. Spätestens beim Prüfstandlauf der F042, um mal die Möglichkeiten von sowas zu zeigen, gab es dann für alle Ohrenschützer.

Alles in allem war das ganze eine prima Veranstaltung bei der ich echt jede Menge gelernt habe. Es ist eben doch deutlich ein Unterschied ob man in einem Buch mal gelesen und theoretisch nachvollzogen hat wie das funktioniert oder ob man sich tatsächlich mal die Hände schmutzig gemacht hat und alles zerlegt in Teilen vor sich hatte bzw. es selbst zerlegt und wieder zusammengebaut hat.

Dazu kommt noch das Rüdigers Team einfach ein netter Haufen ist, dem keine Frage zu Doof ist! Ich kann so einen Kurs eigentlich nur jedem Empfehlen der sich ein wenig für Ducatimotoren interessiert. Es gibt auch noch einen Fahrwerkskurs der einen Tag lang geht und einen zwei Tageskurs für die Vierventiler.

Beim Hauke hab ich dann gleich noch einen LiFePO4 Akku, einen Auspuffhalter und einen Messdorn für die Shims mitgenommen. Wenn man schonmal da ist!

Werkstattsonntag

Ab und zu schafft man es ja auch mal an einem Wochenende nicht elendig viele soziale Verpflichtungen einzugehen und es ganz entspannt anzugehen. Am Samstag hatte dann die beste Sozia der Welt einen entspannten Tag während ich Sohnemann mit Mittagsbrei und draussen rumschieben versorgte, heute konnte ich dann entspannt im Büro schrauben.

Neben ein wenig Bohren und Feilen für etwas in der Wohnung, bin ich auch dazu gekommen der Fiona ihr Schwesternhäubchen abzunehmen, auf das ihr Gesicht schmaler wirke. Zwar hab ich die originalen Schrauben verbummelt und mein zusammengekramter Ersatz ist weder Inbus noch hat er Unterlegscheiben, aber zur Anprobe reichte es aus. Ick finds janz schnieke! Mal sehen wie das mit dem Fahrtwind wird.

Dann eins-zwo-fix die EVO mit dem Bursig Ständer zur Seite und die rote Zora auf den Operationsplatz. Schade das es für die SV keinen Bursigständer gibt! Die hintere Krümmerdichtung ist ja hinüber, eine frische hatte ich noch rumliegen. Den Angstpunkt vordere Krümmerschrauben hab ich schnell erledigt, nach einem kurzen Knack waren die Lose und weiterhin heil. Der restliche Krümmer folgte sogleich. Trotzdem werd ich noch eine zweite Dichtung kaufen, mir scheint da sollen zweie hin und würden für ein besseres Abdichten sorgen.

Am Krümmer könnt ich auch mal bei.. bisschen polieren, aber der sieht recht schnell wieder so aus, meine Motivation hält sich also eher in Grenzen.

Dann stand auch schon die Familie vor der Tür! Während ich noch bisschen weiter schraubte und dann aufräumte, robbte der Kurze durchs Büro, die Mutter nebenher und so verbrachte man entspannt den sonntaglichen Nachmittag. Toll.

Bursig Paddock-Stand für die EVO Monster

Heute bin ich endlich dazu gekommen den Paddock-Stand von Bursig mal an der EVO anzubringen, jetzt schwebt Fione in der Luft und ich kann sie beliebig im Büro rumschieben und dran Schrauben ist dadurch auch deutlich angenehmer! Feine Sache das.

Allerdings muss ich sagen das die Passgenauigkeit der Ständers bei dem Preis ruhig etwas besser hätte sein können.